Der Senderstorch Max
Heute möchte ich den Newsletter veröffentlichen, den ich ständig über den Weißstorch Max erhalte.
Natürlich gibt es auch hierzulande viel über Störche zu berichten, aber vielleicht interessiert hier und
da auch einen Tierfreund diese Info aus dem benachbartem Ausland:
Freiburg, 23. Dezember 2005
Der besenderte Weissstorch Max schlägt einen weiteren Rekord!
Bei einer international durchgeführten Umfrage stellte sich heraus, dass der Senderstorch Max unter den noch
lebenden besenderten Tieren, wohl jenes ist, das am längsten von Satelliten verfolgt werden konnten.
Max wurde am 5. Juli 1999 in Avenches (VD) mit einem von Sonnenenergie betriebenen Sender versehen.
In den seither vergangenen sechseinhalb Jahren wurde der Vogel ständig mit Hilfe von Satelliten lokalisiert.
Ein amerikanischer Weisskopfseeadler konnte gar während über sieben Jahren mit derselben Methode
verfolgt werden, dieser Vogel ist jedoch seit letztem Winter verschollen. Überlebt Max bis zum nächsten
Sommer wird er wohl in die Annalen der Geschichte der Satelliten-Telemetrie eingehen.
Max war das erste Tier in der Schweiz, an dem ein Satellitensender angebracht wurde. Er war auch der
erste Storch, der vom Nestlingsstadium bis zum Erwachsenwerden verfolgt werden konnte. Seit 1999 flog
er bereits sieben Mal zur Überwinterung nach Marokko. Seit 2002 zieht Max nördlich des Bodensees
alljährlich Junge auf. Zur Zeit befindet er sich wiederum im Norden Marokkos, bei der Stadt Guercif,
wo er bereits die Winter 1999/2000, 2001/02 und 2002/03 verbracht hatte. Wir wünschen Max weiterhin
ein langes Leben und hoffen, ihn im nächsten Frühjahr am Brutplatz wieder zu sehen.
Unsere verschiedenen Satelliten-Telemetrie-Projekte können nur dank Spenden von Privaten und mit der
finanziellen Unterstützung von Stiftungen realisiert werden. Wenn Sie unser Satellitenprojekt unterstützen
möchten, zögern Sie nicht, mit uns Kontakt aufzunehmen. Sie können auch direkt Geld auf unser
Postscheckkonto überweisen : 17-1856-5, Vermerk : Störche. Herzlichen Dank!
Der Direktor des Naturhistorischen Museums dankt ganz besonders Dr. Adrian Aebischer für seinen
unermüdlichen Einsatz.
Wir wünschen Ihnen frohe Weihnachtstage!
Mit freundlichen Grüssen
Adrian Aebischer
André Fasel
Directeur
Musée d'histoire naturelle
ch. du Musée 6
CH-1700 Fribourg-Suisse
tél.+41.26.300.90.40
fax+41.26.300.97.60
mailto:FaselA@fr.ch
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